Zum Inhalt
Fakultät Raumplanung

Neuer Beitrag von Philipa Birago Akuoko

-
in
  • Forschung
  • Fachgebiet
Es ist ein Markt im globalen Süden zu erkennen. Es laufen Personen mit Gütern auf dem Kopf herum, welche sie balancieren © Philipa, Gastwissenschaftlerin TU Dortmund
Die Sanierung öffentlicher Räume in Städten südlich der Sahara geht häufig mit der Marginalisierung informeller Akteure einher, oft auf Kosten historisch gewachsener Gewohnheitsrechte. Am Beispiel von Kumasi, Ghana, verdeutlicht diese qualitative Analyse mittels eines neuen institutionalistischen Ansatzes eine kritische Diskrepanz. Während formelle Planungspolitiken informelle Strukturen übergehen, fungieren diese in der Praxis als essenzielle Träger der Raumnutzung.

Artikel

Akuoko, P. B., & Agyekum, S. (2026). Commoning Public Spaces Towards Inclusive Urbanism in Ghana. International Journal of the Commons, 20(1), pp. 115–127. DOI: https://doi.org/10.5334/ijc.1526

Schlüsselwörter

Sanierung/ Informalität/ Öffentliche Räume/ Gemeingüter/ Institutionen/ Gewohnheitsrecht

Autor

Philipa Birago Akuoko

Samuel Agyekum

Abstrakt

Öffentliche Räume in Städten südlich der Sahara werden derzeit saniert, was zur Vertreibung informeller Arbeiter führt. Trotz gesetzlicher Vorschriften spielen Gewohnheitsrechte nach wie vor eine Rolle bei der Landnutzung. Das „Commoning” in Kumasi, der zweitgrößten Stadt Ghanas, wo Informalität weit verbreitet ist, wird unter Verwendung eines neuen institutionalistischen Ansatzes untersucht. Eine qualitative Analyse der kollektiven Verwaltung öffentlicher Räume durch informelle Arbeiter anhand der geltenden Gewohnheitsrechte und Normen zeigt, dass Informalität ein wesentlicher Aspekt dieser Städte ist, der durch lokale Institutionen aufrechterhalten wird, die von der Planungspolitik oft ignoriert werden. Die These lautet, dass „Commoning” einen inklusiveren Ansatz für die Stadtverwaltung bieten könnte.